Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Styrol
Das in diesen Erzeugnissen verwendete Styrol wird in petrochemischen Anlagen synthetisch hergestellt. Allerdings tritt Styrol auch in der Umwelt auf und ist natürlicher Bestandteil vieler alltäglicher Nahrungsmittel, wie Kaffee, Erdbeeren und Zimt. Styrol, eine Flüssigkeit, wird häufig mit Polystyrol, einem festen, aus polymerisiertem Styrol gewonnenen Kunststoff, verwechselt. Styrol und Polystyrol sind grundlegend verschieden. Polystyrol ist inert und riecht nicht nach
Styrol, weshalb Polystyrol häufig bei Anwendungen mit Schwerpunkt auf Hygiene eingesetzt wird, beispielsweise im Gesundheitswesen und bei Serviceverpackungen von Nahrungsmitteln.
Komme ich mit Styrol in Berührung? Wie bereits erwähnt, ist Polystyrol oft Teil von Anwendungen, bei denen Hygiene im Vordergrund steht, wie etwa im Gesundheitswesen oder bei Serviceverpackungen von Nahrungsmitteln. Diese Besonderheiten werden in anderen Sektionen
des Styrol-Forums dargelegt, spezifische Auskünfte über Polystyrolprodukte finden Sie aber auf der Webseite des amerikanischen Polystyrene Packaging Council oder der
Association of Plastics Manufacturers in Europe Ist Styrol gesundheitsschädlich? Wie bei allen Chemikalien ist auf die Belastungsgrenze zu achten. Diesbezügliche Richtlinien finden Sie auf den veröffentlichten Safety Data Sheets (SDS) (=Sicherheitskarten), oder, gemäß der amerikanischen Terminologie, den Material Safety Data Sheets (MSDS), die von den Produktherstellern erstellt und aktualisiert werden. Diese SDS (MSDS) enthalten Richtlinien über die gemäß der einschlägigen Rechtsprechung des Landes durchschnittliche, zulässige Höchstbelastung durch das Erzeugnis. Das typische Belastungsniveau bei Menschen, die nicht direkt mit dem Produkt umgehen, liegt deutlich unter dem zulässigen Wert. Bei einem Unfall oder absichtlichem Missbrauch könnte allerdings ein potentiell gefährliches Belastungsniveau erreicht werden, wobei die SDS (MSDS) Hinweise über angemessene Abhilfemaßnahmen enthalten. Nach einer gründlichen Erforschung der möglichen Auswirkungen von Styrol auf Volksgesundheit und Umwelt kamen die kanadischen Gesundheitsbehörde und Umweltschutzbehörde 1994 zu dem wichtigen Schluss, Styrol für Verordnungszwecke als "unschädlich" einzustufen. Im Anschluss an eine genaue Überprüfung aller Angaben über die gesundheitlichen Auswirkungen und eine Evaluierung der möglichen Belastungen von Mensch und Umwelt wurde entschieden, dass Styrol "das menschliche Leben und die Gesundheit nicht gefährdet" und "keine Gefahr für die Umwelt, von der das menschliche Leben abhängt, darstellt." Als Teil der ständigen Bemühungen zum Gesundheits- und Umweltschutz führen die Europäische Union und die U.S. Environmental Protection Agency (amerikanische Umweltschutzbehörde) derzeit offizielle Untersuchungen zur Bewertung der wissenschaftlichen Daten über Styrol durch. Für weitere Informationen über Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Styrol: Styrene Information & Research Centre.
Die Styrolindustrie war sich immer ihrer Verpflichtung für Produktsicherheit bewusst. Nach Veröffentlichung der ersten Studien über mögliche Auswirkungen veranlasste die Industrie die Durchführung weiterer Forschungsarbeiten unter Aufsicht von unabhängigen Laboren. Dabei ist hervorzuheben, dass alle diese Studien stark übertriebene Belastungsbedingungen simulierten: für eine der Studien wurde eine Dosis gewählt, die einem täglichen Joghurtkonsum von 5000 Gramm pro Person entspricht - wesentlich mehr, als der größte Liebhaber an einem Tag verzehrt! Die in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan durchgeführten Studien ergaben eindeutig, dass warme und kalte, in Polystyrol verpackte, Speisen ungefährlich sind. Diese Schlussfolgerungen decken sich mit den Ergebnissen des japanischen Gesundheitsministeriums, das vor kurzem die gesetzliche Regelung der Verwendung von Polystyrolprodukten im Hinblick auf potentielle Befürchtungen über Umweltöstrogene für unnötig erklärte. Ebenfalls ist hervorzuheben, dass alle Industrieländer die in Nahrungsmittelbehältern verwendeten Stoffe strengen Prüfungen unterziehen. Gesundheitsbehörden, wie die US Food and Drug Administration oder der Europäische Wissenschaftliche
Lebensmittelausschuss, schreiben strenge industrielle Normen mit hohen Sicherheitsstandards vor, denen alle Verpackungsmaterialien entsprechen müssen, bevor sie mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen. Somit kann der Verbraucher davon ausgehen,
dass die von ihm unter normalen Bedingungen verwendeten Erzeugnisse ungefährlich sind: und das trifft natürlich auch auf Polystyrol zu. Riecht Styrol?
Was geschieht, wenn Styrol in die Umwelt gelangt?
Wie steht es mit der Gesundheit von Arbeitnehmern, die Styrol ausgesetzt sind? In den meisten Industrieländern gelten strenge Vorschriften zum Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz. Obwohl die Vorschriften bezüglich Styrolbelastung unterschiedlich sind, dienen sie alle dem Zweck des Schutzes derjenigen Personen, die am Arbeitsplatz Styrol ausgesetzt sind. Für weitere Informationen über Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Styrol :
Styrene Information & Research Centre.
Besteht ein Krebsrisiko? Insgesamt zeigen die umfassenden Gesundheitsstudien, die bei Arbeitnehmern in styrolverwandten Industriezweigen durchgeführt wurden, dass Styrolbelastung kein höheres Krebsrisiko oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge hat. Eine 1996 abgeschlossene zweijährige Styrolinhalierungsstudie bei Ratten zeigte ebenfalls kein erhöhtes Krebsauftreten. Versuche bei Mäusen ergaben Auswirkungen auf die Lunge. Weitere großangelegte Forschungsarbeiten zu diesen Ergebnissen ergaben allerdings, dass diese Folgen durch die molekulare Reaktion der Mäuselunge auf Styrol verursacht werden, wahrscheinlich nur bei Mäusen auftreten und für die menschliche Gesundheit keine Gefahr darstellen. Was die Gesetzgebung betrifft, überprüften die U.S. Occupational Safety and Health Administration (OSHA) (amerikanische Behörde für Arbeitsmedizin) und ihr Forschungsarm, das National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) (nstitut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz), 1989 die gesundheitlichen Daten bezüglich Styrol und stellten fest, dass Styrol kein Krebsrisiko mit sich bringt. 1988 kam ein internationales Panel von Sachverständigen aus der Europäischen Gemeinschaft mit 12 Mitgliedsländern zur selben Schlussfolgerung. Kanada beschloss 1994, dass Styrol kein karzinogenes Risiko beinhaltet. 1987 nahm die International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon, Frankreich, eine Anpassung der Einstufung von Styrol noch oben vor und bezeichnete es als "mögliches" menschliches Karzerogen. Zahlreiche Wissenschaftler widersprachen dieser Aktion, da sie nicht auf neuen Krebsdaten, sondern auf einer Änderung der Kriterien für die IARC-Einstufungen beruhte. Sie halten diese Einstufung angesichts der bedeutsamen Menge von verfügbaren wissenschaftlichen Angaben für nicht gerechtfertigt und versuchten, diese Entscheidung in Frage zu stellen. Wie die IARC vor kurzem bekannt gab, ist für Februar 2002 eine Neuprüfung von Styrol geplant. Hervorzuheben ist, dass gemäß der IARC -Charta ihre Einstufungen nur zur Risikoidentifizierung dienen - nicht zur Bewertung der Gefahr einer bestimmten Substanz - und nicht für Verordnungszwecke verwendet werden sollten. Für weitere Informationen über Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Styrol :
Styrene Information & Research Centre.
Gibt es Alternativen für styrolhaltige Produkte?
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